Freitag, November 10, 2006

LonghornKonzept

In YouTube bin ich auf ein höchst interessantes Video aus dem Jahre 2003 gestossen. Nach einem kurzen historischen Rückblick über Windwos wird das Konzept des zukünftigen Windows - damals Codename Longhorn - vorgestellt.

Nur... das Ding ähnelt Windows Vista überhaupt nicht!

OpenSourceSammlung

Eine grosse Sammlung von freien Opensource-Programmen vereint auf einer DVD bietet das Projekt Opensource-DVD an. Was einmal unter dem Namen Opensource-CD mit ein paar wenigen Programmen begonnen hat, ist jetzt eine gut gefüllte DVD mit 230 Programmen aus den Bereichen Grafik, Internet, Multimedia, Office, Spiele und noch einige mehr. Soeben wurde die Version 2.0 der Sammlung veröffentlicht, welche mit etlichen Programm-Updates sowie einigen neuen Tools auftrumpft.

Obwohl ich persönlich die DVD nicht nutze, finde ich sie eine hervorragende Sache. Insbesondere für den Einsatz an Schulen oder grundsätzlich für Systemadministratoren ist eine derartige Sammlung sehr praktisch. Einziges Problem dürfte die Aktualität der Software sein. Einige Opensource-Projekte veröffentlichen fast im Wochentakt ein neues Update, so dass die DVD relativ schnell veraltet sein dürfte.

Sehr interessant ist in meinen Augen aber die Programmliste, es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen. Alle Programme sind nach den bereits genannten Kategorien geordnet und werden auf der Webseite kurz beschrieben. Häufig entdeckt man so kleine, eher unbekannte Tools, welche die Arbeit mit dem Computer aber stark vereinfachen.

Neu ist auch die Opensource-CD Games, welche auf der Webseite heruntergeladen werden kann. Die 30 enthaltenen Spiele versprechen viel Spass und Unterhaltung ;)


Dienstag, November 07, 2006

OfficeKompatibilitätsPaket

Microsoft bietet seit kurzem ein Kompatibilitätspaket an, womit Office 2003 in der Lage sein sollte, die neuen Formate des Office 2007 zu lesen und zu bearbeiten. Das Ganze ist unter dieser Adresse zu finden.

Testen konnte ich das Tool nicht, da ich es mir im Moment nicht erlauben kann, im Falle eines Fehlers mein Office zu verlieren. Bei Gelegenheit werde ich dies jedoch nachholen. Wichtiger als dieses Update erscheint mir jedoch das neue OpenDocument-Format, welches Microsoft Office neu unterstützen soll. Insbesondere bin ich auf die Kompatibilität mit anderen Office-Suits wie OpenOffice gespannt.

Samstag, November 04, 2006

InternetExplorerGedanken

Nun hat Microsoft kürzlich auch die deutsche Version des Internet Explorers herausgebracht. Endlich? Ich kann nicht behaupten, dass ich diesen Browser mit grosser Spannung erwartet habe, noch ist es für mich undenkbar, dem Firefox Browser den Rücken zuzukehren. Trotzdem ist der Internet Explorer 7 ein kleiner Meilenstein des Internets, oder jedenfalls von Microsoft. Innert kurzer Zeit werden Millionen das Programm heruntergeladen haben und zweifelsfrei wird es zur Nummer Eins im Internet avancieren. Ausserdem hat Microsoft viel Zeit und Millionen in die Entwicklung gesteckt, ein einwandfreies und hervorragendes Produkt wäre zu erwarten.

Der erste Blick... unspektakulär. Es bleibt ein Browser und schliesslich wurde in den Medien so viel darüber geschrieben und so viele Screenshots abgebildet, dass ich relativ klare Erwartungen hatte. Der Aufbau ist graphisch etwas besser als bei der 6er-Version, klar und einfach, so dass der Umstieg nicht allzu grosse Mühen bereiten dürfte. Erst bei näherer Betrachtung kommen viele kleine, nützliche Features zum Vorschein. Zuerst unten Rechts die Möglichkeit zu zoomen (Bild im Anhang). Praktisch, obwohl die Scrolleisten rechts und unten mit dem Zoom etwas Mühe bekunden. Im Bild wurden diese mitgezoomt, sicherlich ein Fehler, da eigentlich unnötig und dies bei weiteren Versuchen nicht immer der Fall war. Des weiteren fällt selbstverständlich das vielfach angekündigte Tabbed Browsing, sowie die Suchleiste oben rechts und die Unterstützung von RSS-Feeds auf.

Ich habe nicht die Absicht, sämtliche Neuigkeiten im Detail aufzulisten, auch fällt es mir schwer, einen vorurteilsfreien Bericht zu schreiben. Zum ersten bin ich kein grosser Freund von Microsoft und zum zweiten lese ich seit über einem Jahr fast wöchtenlich etwas über den Internet Explorer 7 in den Medien. Auch mein Fazit würde demjenigen entsprechen, welcher unzählige Male zu lesen war: "Der IE7 hat aufgeholt, ist jetzt auf dem aktuellen Stand der Technik angelangt, den Firefox aber bei weitem nicht überholt. Microsoft hat sich viel Zeit gelassen, war allerhöchste Zeit".

Stimmt. In Anbetracht der Tatsache, dass Microsoft den Browser aber so lange vernachlässigt und nun sozusagen aus dem Boden gestampft hat, kann sich das Resultat doch sehen lassen. Interessanter finde ich, dass der Browser nun konstant weiterentwickelt wird, darin steckt nämlich mit Sicherheit noch ein grosses Potenzial. Man denke nur an die Oberflächenneuerungen des kommenden Office 2007, dies wäre vor kurzem undenkbar gewesen. Was wenn Microsoft den IE einer solchen Oberflächenbehandlung unterzieht? Darum: Vorläufig Firefox, freuen wir uns aber auf den IE 8!

Freitag, November 03, 2006

Flashschlittenfahrt

Sucht Ihr nach einer kurzen, 5-Minütigen Unterhaltung um mal eben abzuschalten und Euch vom Tagesstress zu erholen? Dann ist Folgender Link vielleicht eine Ansicht wert:

http://www.deviantart.com/deviation/40255643/

Auf selber gezeichneten Linien könnt Ihr einen Schlitten hinuntersausen lassen. Ziel des Spiels? Keines! Farben im Spiel? Keine! Erweiterte Möglichkeiten? Keine! Genau das richtige also, um mal 5 Minuten auf andere Gedanken zu kommen.

Das Spiel existiert ebenfalls in einer Standalone-Version, welche auf der selben Seite heruntergeladen werden kann. Was übrigens alles möglich wäre, seht Ihr im angehängten Video. In 5 Minuten ist diese Strecke aber nicht errichtet ;)

Linosoft

Heute Morgen wurde bekanntgegeben, dass Microsoft und Novell in Zukunft zusammen kooperieren werden. Ziel sei scheinbar, dass die beiden Betriebssysteme Windows und Linux gemeinsam auf einem Rechner funktionieren könnten bzw. die Kompatibilität der Rechner mit beiden Systemen. Was diesbezüglich exakt in Planung ist, konnte ich vorläufig noch nicht finden.

Für mich persönlich kam diese Ansage relativ überraschend. Ich muss gestehen, dass ich die Strategie von Microsoft und die Beweggründe für diese Kooperation noch nicht völlig verstanden habe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich Microsoft dadurch eine grössere Einflussnahme auf dem Servermarkt erhofft, welcher zur Zeit bekanntlich von Linux dominiert wird. Dass in naher Zukunft PCs an Private mit zwei Betriebssystemen ausgeliefert werden ist wirklich nicht anzunehmen.

Äusserst positiv aufgefallen ist mir jedoch die Aussage, die Kompatibilität der Dokumentenformate solle erhöht werden. Wenn es tatsächlich gelingen sollte, dass beide Betriebssysteme des anderen Dateiformate fehlerfrei lesen können, wäre schon ein sehr grosser Schritt getan.

Mittwoch, November 01, 2006

JotSpotGoogleKauf

Google hat die Webseite JotSpot aufgekauft. Ehrlich gesagt hatte ich vorher noch nie was von dieser Webseite gehört, weshalb ich relativ neugierig auf den Kaufgrund von Google war.

Nun, auf www.jot.com sind nicht mehr viele Informationen zu finden, ausser dass alles von Google gekauft wurde. Bin aber auf die Seite http://www.jot.com/learn gestossen, welche noch immer online ist und unter "Take a video tour" ein interessantes und gut gemachtes Einführungsvideo anbietet. Was JotSpot bisher anbot waren Browserapplikationen, also Tabellenkalkulation, Kalender oder Fotoalben. Das Portal sollte eine Kollaborationsplattform darstellen, auf welcher Geschäftsleute Dateien und Dokumente austauschen und teilen können. Alle Applikationen stellt Google bereits auf irgend eine Art und Weise zur Verfügung, es ging ihnen also nicht primär darum, Know How zu erkaufen, sondern einen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

Vistapackaging

Microsoft hat das Packaging vom neuen Windows Vista vorgestellt, meines Wissens haben sie diese sogar patentieren lassen. Es handelt sich um eine neue Art von CD- bzw. DVD-Hülle, welche sich aufklappen lässt.

Ich finde es gelungen.



Dienstag, Oktober 31, 2006

Mediaplayerveränderungstaktiknachtrag

Einen Nachtrag ist der neue Mediaplayer schon wert, habe mir nämlich gerade ein Video im Vollmodus angesehen. Auch hier sind die Veränderungen gering, der schwarze Steuerungsbalken im Unteren Bereich sieht aber verdammt gut aus.

Mediaplayerveränderungstaktik

Es ist soweit, die Version 11 von Microsofts MediaPlayer wird zum Download angeboten, sogar zu Beginn weg auch in Deutscher Sprache. Ein Thema, welches wohl in unzähligen Blogs rund um die Welt diskutiert und kritisiert wird, so muss auch ich meinen Senf dazu geben ;)

Die Installation verlief problemlos, keine Fehlermeldungen, kein Neustart und Übernahme aller bereits bei der 10er-Version getätigten Fehlermeldungen. Da ich Standardmässig immer den Designmodus verwende sah ich beim ersten Start sogar überhaupt keinen Unterschied, die Oberfläche war exakt dieselbe geblieben. Erst ein Click in die Infos zeigte mir das schöne, rote 11 des neuen Players an.

Der Vollmodus, das muss ich zugeben, sieht stark aus, die Designer von Microsoft haben jedenfalls ganze Arbeit geleitet. Die gesamte Oberfläche ist in Schwarz und Dunkelblau gehalten, macht optisch einen dreidimensionalen Eindruck und bewegt sich sehr aktiv, sobald man mit der Maus drüberfährt. Die Suchleiste, das von mir am häufigsten benutzte Feature, ist zu einem dünnen, blauen Strich mutiert, welcher die Position eines Films exakt anzeigt. Schade nur, dass bei einem Klick am Ende der Suchleiste ein blauer Kreis erscheint, welcher in meinen Augen wieder unpräzise wirkt.

Mit Ausnahme des neuen Designs suche ich aber bisher vergeblich nach den grossen Neuerungen. Auch das tolle, schwarze Aussehen wird bei mir kaum zum Zug kommen, da ich in der Regel eher den Designmodus verwende. Ist ein solches Aufsehen um den neuen Player wirklich gerechtfertigt? Bessere Shopanbindung sind für Microsoft ja toll, für den Nutzer aber nur eine Gefahr, noch mehr Geld für Filme und Musik auszugeben.

Somit wäre ich wieder bei meinem Titel angelangt, der Annahme nämlich, dass es sich beim MediaPlayer 11 nicht um eine Neuerung, sondern eine Veränderung handelt. Eine Taktik, welche Microsoft in letzter Zeit häufig verwendet. Um nicht völlig aus den Medien und den Gesprächen der Leute zu verschwinden, müssen neue Versionen ihrer Software auf den Markt gebracht werden, egal wie. So kam der Internet Explorer, sozusagen als Alibi dafür, dass Microsoft die Browserentwicklung nicht völlig verschlafen hat. Besser als der schon lange existierende Browser Firefox 1.5? Nicht wirklich. Nun kommt der MediaPlayer 11 und verursacht seinerseits Aufsehen. Besser als der alte MediaPlayer oder andere Gratisplayer im Internet? Nicht wirklich. Und bald schon wird das neue und heiss erwartete Windows Vista erhältlich sein. Besser als Windows XP? Ich hab die Release Candidats getestet und Ihr werdet die Antwort schon vermuten: Nicht wirklich.

Also ich würde jedenfalls keine Aktien von Microsoft kaufen.

Montag, Oktober 30, 2006

Statistikbrowserkämpfe

Die Version 7 des Internet Explorers ist kürzlich erschienen, daraufhin veröffentlichte Mozilla ihren Firefox-Webbrowser, welcher in den ersten 24 Stunden tatsächlich 2 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Alles bekannte Tatsachen, bisher nichts neues.

Nun habe ich aber auf Heute-Online eine interessante Statistik gefunden:



Die Statistik bedarf eventuell zunächst einer Erklärung. Heute-Online hat eine Umfrage durchgeführt und ihre Surfer gefragt, welchen Browser sie benutzen. Das Resultat ist in der ersten Kolonne ersichtlich, 71% gaben nämlich an, Firefox zu benutzen, während nur 14% den Explorer wählten. Das interessante ist nun der Vergleich mit der zweiten Kolonne. Diese zeigt nämlich die effektiven Zugriffsstatistiken, also die benutzten Browser, welche automatisch vom Server erkannt werden. Und hier benutzen nur 22% den Firefox Browser und ganze 64% den Explorer! Woher kommt das?

Heutzutage besitzt Microsoft bei den Jungen ein denkbar schlechtes Bild. Das geht sogar soweit, dass Benutzer des Internet Explorers in Umfragen angeben, sie würden Firefox benutzen, wohl aus Scham über die Benutzung des Explorers und im Wissen, dass es eigentlich intelligenter wäre, Firefox zu benutzen.

Eine weitere Erklärung ist, dass viele Personen die Webseite von Heute-Online während einer Arbeitspause vom Geschäft aus ansurfen. Möglicherweise dürfen sie nichts anderes als den Explorer nutzen, wählen aber trotzdem für Firefox, da dies der Browser ist, den sie privat benutzen.

Meine dritte Theorie ist die, dass Firefox-Benutzer tendentiell technisch versierter und im Internet aktiver sind. So wird ein Firefox-User vom Profil her mehr Zeit auf der Webseite verbringen und eher dazu neigen, sich an einer Abstimmung zu beteiligen. Hier wäre die Statistik Zeit auf der Webseite pro Browser von Heute-Online sehr interessant.

Wie auch immer, das älteste Zielpublikum hat klar die Webseite des Blicks, welche nur von 13% mit Firefox angesurft wird. Je jünger, desto mehr Firefox? Ist anzunehmen, dass es in 30 Jahren nur noch 10% Internetexplorer geben wird? Ich zumindest habe diese Hoffnung nicht verloren.

Sonntag, Oktober 29, 2006

YouTubevorlesung

Ich bin in YouTube auf nachfolgendes, interessantes Video gestossen. Es handelt sich um eine Vorlesung oder einen Gastvortrag von Jawed Karim, der das Referat am 21.10.06 an der University of Illinois im Rahmen der Urbana-Champaign ACM Conference gegeben hat.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher noch nicht dazu gekommen bin, das Video in voller Länge anzusehen, werde dies aber bestimmt nachholen.

Freitag, Oktober 27, 2006

Googleziele

Im Internet ist ein Internes Dokument des Internetgiganten Google aufgetaucht. Ich finde es hoch spannend, welche Ziele sich ein Unternehmen wie Google in nächster Zeit setzt. Ich habe mir erlaubt, eine englische Version vom "Google Golboscoped" und eine deutsche Version vom "Google Watch Blog" zu übernehmen.


Google wants to have an improved infrastructure to make their engineers more productive. This includes allowing employees to have a universal search tool “containing all public Google information searched on all Google searches.” Google also wants to build 10MW of green power to be on track to be carbon neutral. (They also want to reduce “Borg disk waste” by 50%... hmmm, Borg?)

Google wants to be the best in search – no surprise here. To reach that goal, Google wants to have the world’s top AI research laboratory. They are also focusing on getting rid of spam in the top 20 user languages, and increasing the accuracy of information they collect (through measures such as annotation). Another part of improving search is to always launch crucial user interface updates “that people love.”

Google wants to push their ad system. E.g. in 2006, one of their aims was to sell $1B of new inventory. Google feels that if they make the world’s inventory available “marketers will come.”

Google also wants to push their communities and content. According to the papers Google published, Google Video has 50% of the world’s “online video attention” (a number that’s hard to believe, and especially interesting because Google still ended up buying YouTube). Google also emphasized that a fifth of all communication bandwidth – on Google-owned properties, I suppose – is read through Gmail.

Google tries to make sure their tools are running everywhere. In around mid-2006, according to their internal numbers 60 Million Google Packs had been installed, but they still want to increase the deployment... especially for “novice users.”

Google is always focusing on innovation. One of their top goals in 2006 thus was to “increase the scale of innovation,” even as the internal headcount grows (a growth which dozens of engineering scouts located around the world ensure).

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Intern soll eine universelle Google-Suche eingeführt werden die quer verteilt über alle Angebote sucht und alle öffentlich zugänglichen Informationen enthält

10 Megawatt der Energie sollen von “Green Power” stammen

Speicherplatzverbrauch auf “Borg” um 50% reduzieren. Damit dürfte es sich um sehr viele Abfalldaten handeln die auf Googles Servern liegen aber nicht mehr gebraucht werden

Google möchte die Nummer 1 im Bereich der künstlichen Intelligenz werden

Eine neue Version des Newssuche wird derzeit getestet. Zu jedem bestimmten Thema sollen entsprechende Informationen über die jeweilige Person oder Firma zugänglich gemacht werden

In diesem Jahr sollten die Einnahmen aus Werbung die Milliardengrenze überschreiten

Die Communitys sollen gestärkt werden (dazu sollten sie wohl mal bei Orkut anfangen…)

Alle Tools von Google sollen überall auf jedem Rechner der Welt lauffähig sein und ständig in Betrieb sein. Interne Zahlen sprechen z.B. von 60 Millionen Google Pack-Downloads

Webseiten mit mehr als 10 Mio. Besuchen pro Tag sollen innerhalb von 1 Sekunde geladen werden.

Donnerstag, Oktober 26, 2006

Vistaverspätungen

Wie hätte es anders sein können? Microsoft hat nun auch die Massenproduktion von Windows Vista verschoben. Scheinbar haben die Redmonder in letzter Sekunde einen gravierenden Fehler gefunden, welcher zum Absturz von Vista führen kann. Ursprünglich sollte die Produktion am 25. Oktober starten, jetzt wird der 8. November angepeilt. Der Verkaufsstart soll aber angeblich der selbe bleiben.

Wetten, dass das nicht die letzte Verspätungsmeldung von Microsoft war? ;)

Leichenschändungen

Die von der Boulevardzeitung Bild veröffentlichten Fotos von Bundeswehrsoldaten, welche einen Schädel in der Hand halten, gingen um die Welt. Obwohl es sich nicht direkt um ein Internetthema handelt, wurde doch viel darüber berichtet, weshalb auch ich die sensible Thematik aufgreifen möchte.

Dass Leichenschändung verwerflich ist und die Totenruhe nicht gestört werden sollte, daran besteht kein Zweifel, so steht es zum Glück auch im Gesetz. Meiner Meinung nach ist es aber angebracht, hierbei ein wenig zu differenzieren. Es handelt sich nicht um denselben Sachverhalt, wenn ein Leichenschänder auf einem Friedhof sein Unwesen treibt oder am Strassenrand ein Schädel gefunden wird, welcher vielleicht schon seit einem Jahrzehnt dort liegt. Selbstverständlich handelt es sich auch hier um ein Leichenteil und selbstverständlich verdient auch dieses eine gewisse Würde, aber es ist in meinen Augen schwer vergleichbar.

Des weiteren handelt es sich bei den Übeltätern um junge, 20 bis 25-jährige Soldaten, in einer fremden Umgebung, weit weg von zu Hause, umgeben nur von anderen Soldaten, von der dortigen Bevölkerung nicht gerade geliebt... was ich versuche zu erläutern ist, dass sich diese Männer in einer Ausnahmesituation befinden. Kein einziger von ihnen dachte beim Schädel an Leichenschändung, es war die Faszination, aus Filmen bekannte Objekte einmal in der Hand zu halten, sich wie ein Pirat zu fühlen.

Ich möchte nicht verharmlosen, was in Afghanistan geschehen ist, auch ich verurteile dies aufs schärfste, denke jedoch, dass es notwendig ist, die Geschehnisse zu relativieren und im richtigen Kontext zu betrachten. Gerade der Vergleich mit dem Abu-Ghuraib-Gefängnis, welches in einigen Medien zitiert wurde, ist überhaupt nicht angepasst.